Vermittelbare Katzen

Wenn Tiere reden könnten....Ja, das wünscht man sich oft. Gerade bei unseren Katzen, von denen wir gern mehr über ihr "Vorleben" erfahren würden. Doch häufig haben wir nur knappe Informationen.  Andererseits - viele der Samtpfoten, die in unserem Verein ein zeitweiliges oder endgültiges Zuhause gefunden haben, hätten wohl eher Trauriges zu berichten.

Trotzdem erleben wir immer wieder, wie vertrauensvoll auch Katzen, die  im Stich gelassen wurden, uns Menschen begegnen. So manches Besucherherz wurde quasi "im Sturm" genommen. Dann fällt der Abschied bei einer Vermittlung in ein neues Zuhause nicht schwer.

Aber auch diejenigen, die zuerst abwehrend auf uns Zweibeiner reagieren, sehnen sich nach einem liebevollen Zuhause. Sie brauchen allerdings Menschen mit besonders viel Geduld. Wer sich darauf einlassen kann, wird auf jeden Fall belohnt.

Genauso erlebte es Edeltraud M., die uns ihre Geschichte erzählte....(Lesen Sie unten weiter: Vom Angsthasen zur Schmusekatze) 


Kay

Oma Hilde

Alter: ca. 10 Monate

Der hübsche schwarzweiße Kay ist der ruhigste des Quartetts. Während sein Bruder Kurti keiner Spielangel widerstehen kann und Kessy munter einem Federbusch an der Schnur hinterherjagt, hält er sich lieber zurück und wartet erst mal ab. Vorsicht ist nicht nur die Mutter der Porzellankiste, scheint er zu denken, und im Gegensatz zu Kiri faucht er kaum. Wem es mit viel Liebe gelingt, Kays Herz zu erobern, bekommt garantiert viel zurück. Aber: Geduld ist dafür unbedingt vonnöten. 


Spike und ...

Oma Hilde

Alter:  6 und 13 Jahre 

Die beiden Kater sind enge Freunde, daher werden sie nur gemeinsam vermittelt. Spike, den man an seinem weißem Lätzchen erkennen kann - er liegt hier links - ist Fremden gegenüber erst einmal zurückhaltend und vorsichtig. Doch wenn er sich sicher fühlt, schmust und kuschelt er gern. Jack, sein bester Kumpel,  ist ein gestandener Kater mit eigenem Kopf, aber sehr verschmust, neugierig und aufgeweckt.  Beide sind noch bei Ihrer Besitzerin, die sie aus persönlichen Gründen leider abgeben muss.

Kratzbaum und weiteres Zubehör für die beiden schwarzen Mini-Panther werden ebenfalls mit  abgegeben.


Kiri

Kater Ringo

Alter: ca. 10 Monate

Kiri, die einzige der vier Katzengeschwister mit einem wunderschönen nachtschwarzen Fell, ist zierlich und die kleinste von ihnen. Neugier paart sich mit Scheu - oft lugt nur ein schwarzer Kopf aus der Luke im Spielturm. Doch wenn sich jemand unverhofft nähert, zeigt Kiri Mut und Krallen: Das ist mein Revier, faucht sie - aber lässt sich durch freundliches Zureden überzeugen, dass ihr alle wohlgesonnen sind...Auch Kiri wünschen wir einen geduldigen Menschen, der es versteht, ihr Herz zu erobern.


... Jack

Oma Hilde

 Alter: 13 Jahre 

Kann man diesem treuherzigen Blick widerstehen? Jack weiß, wie man einen Dosenöffner um den Finger wickeln kann - trotzdem braucht er Geborgenheit und Sicherheit,  bei Stress reagiert er sensibel. Der kluge Kater kann sogar Türen öffnen! Jetzt braucht er allerdings eine, die ihm und Spike weit offen steht - im neuen Zuhause...

Interessenten für das schwarzfellige Duo (es sind reine Wohnungskatzen) können sich gern bei uns melden, wir vermitteln den Kontakt.


Ringo

Kater Ringo

Alter: ca. 6 Jahre

Der schwarz-weiße Kater mit dem schmalen weißen Fleck auf der Nase kam als junges Fundtier zu uns. Er ist sehr liebenswert, aber zurückhaltend - auch Artgenossen gegenüber. Wenn man sich ruhig und langsam nähert, lässt er sich manchmal anfassen. Fremden gegenüber ist er scheu, zieht sich zurück. Sein Vertrauen kann man sicher gewinnen, sollte ihm aber Zeit lassen. 

 

 

 

 

 

 

 




Vom Angsthasen zur Schmusekatze

Als Willy im Alter von etwa zweieinhalb Jahren zu mir kam, war er völlig verschreckt. Ein richtiger kleiner Angsthase, aber wir wussten ja nicht, was er schon alles erlebt hatte. Die ersten drei Tage lag er nur unter dem Sofa, nur da fühlte er sich sicher. Er wollte auch nicht fressen. Zum Glück hat ihn meine andere Katze, Emily, sofort akzeptiert. Sie hat sich zu ihm gelegt, hat ihn geputzt, ja richtig adoptiert. Ich habe immer wieder mit ihm geredet, aber ihn sonst in Ruhe gelassen. Er hat dann seine Verstecke in der Wohnung gehabt, zum Beispiel im Abstellraum , und ich hab ihn so manches Mal gesucht.

Fünf Wochen etwa hat es gedauert, bis er von sich aus gekommen ist. Da hat er langsam Vertrauen gefasst und hat sich von Emily so einiges abgeguckt. Aber es ist trotzdem noch fast ein dreiviertel Jahr vergangen, ehe ich ihn zum ersten Mal anfassen konnte. Das war ein richtig schöner Moment. Ich habe ihn nie gedrängt, sondern immer viel und ruhig mit ihm gesprochen. So hat er bestimmt gemerkt, dass ich es gut mit ihm meine und dass er sich sicher fühlen kann. Heute ist er ein richtiger Schmusekater, lässt sich gern streicheln und schmust und schläft mit im Bett.

(erzählt von Edeltraud M., die beide Katzen von unserem Verein hat)