Vermittelbare Katzen

Wenn Tiere reden könnten....Ja, das wünscht man sich oft. Gerade bei unseren Katzen, von denen wir gern mehr über ihr "Vorleben" erfahren würden. Doch häufig haben wir nur knappe Informationen.  Andererseits - viele der Samtpfoten, die in unserem Verein ein zeitweiliges oder endgültiges Zuhause gefunden haben, hätten wohl eher Trauriges zu berichten.

Trotzdem erleben wir immer wieder, wie vertrauensvoll auch Katzen, die  im Stich gelassen wurden, uns Menschen begegnen. So manches Besucherherz wurde quasi "im Sturm" genommen. Dann fällt der Abschied bei einer Vermittlung in ein neues Zuhause nicht schwer.

Aber auch diejenigen, die zuerst abwehrend auf uns Zweibeiner reagieren, sehnen sich nach einem liebevollen Zuhause. Sie brauchen allerdings Menschen mit besonders viel Geduld. Wer sich darauf einlassen kann, wird auf jeden Fall belohnt.

Genauso erlebte es Edeltraud M., die uns ihre Geschichte erzählte....(Lesen Sie unten weiter: Vom Angsthasen zur Schmusekatze) 

 



Kay

Kater Ringo

Alter: ca. 9 Monate

Der hübsche schwarzweiße Kay ist der ruhigste des Quartetts. Während  sein Bruder Kurti keiner Spielangel widerstehen kann und Kessy munter einem Federbusch an der Schnur hinterherjagt, hält er sich lieber zurück und wartet erst mal ab.  Vorsicht ist nicht nur die Mutter der Porzellankiste, scheint er zu denken, und im Gegensatz zu Kiri faucht er kaum. Wem es mit viel Liebe gelingt, Kays  Herz zu erobern, bekommt garantiert viel zurück.  

 


Muschi und Goldi

Oma Hilde

Alter: ca. 9 Jahre 

Nachdem ihr Herrchen verstorben war, kümmerte sich dessen Sohn um die beiden liebenswerten Fellnasen: den roten Kater Goldi und die etwas schüchterne Muschi. Doch weil er einen Job hat, der ihn die Woche über nach außerhalb führt (er ist auf Montage), kann er sich nicht mehr um die zwei kümmern und sucht ein liebevolles ruhiges Zuhause  mit Freigang.

Kiri

Kater Ringo

Alter: ca. 9 Monate

Kiri, die einzige der vier Katzengeschwister mit einem wunderschönen nachtschwarzen Fell, ist zierlich und die kleinste von ihnen. Neugier paart sich mit Scheu - oft lugt nur ein schwarzer Kopf aus der Luke im Spielturm. Doch wenn sich jemand unverhofft nähert, zeigt Kiri Mut und Krallen: Das ist mein Revier, faucht sie - aber lässt sich durch  freundliches Zureden überzeugen, dass ihr alle wohlgesonnen sind... 


Ringo

Kater Ringo

Alter: ca. 5 Jahre

Der schwarz-weiße Kater mit dem schmalen weißen Fleck auf der Nase kam als junges Fundtier zu uns. Er ist sehr liebenswert, aber zurückhaltend - auch Artgenossen gegenüber. Wenn man sich ruhig und langsam nähert, lässt er sich manchmal anfassen. Fremden gegenüber ist er scheu, zieht sich zurück. Sein Vertrauen kann man sicher gewinnen, sollte ihm aber Zeit lassen. 



Kulle

Oma Hilde

Alter:  6 Jahre 

Kulle lebt erst einige Tage bei uns, hat sich aber schon mit allen bekannt gemacht - Schüchternheit ist nicht seine Sache. Er hat seinen eigenen Kopf und entscheidet, ob er sich jetzt seine Streicheleinheiten abholt oder lieber später. Dass Kulle gutes Futter liebt, sieht man ihm an - ein Ausbund der Gemütlichkeit. Kulle sollte auf jeden Fall als Einzelkatze gehalten werden, er möchte die Zuneigung zu seinen Menschen ungern teilen.




Willy
Willy fühlt sich ganz zu Hause.
Wllly

Vom Angsthasen zur Schmusekatze 

 

Als Willy im Alter von etwa zweieinhalb Jahren zu mir kam, war er völlig verschreckt. Ein richtiger kleiner Angsthase, aber wir wussten ja nicht, was er schon alles erlebt hatte. Die ersten drei Tage lag er nur unter dem Sofa, nur da fühlte er sich sicher. Er wollte auch nicht fressen. Zum Glück hat ihn meine andere Katze, Emily, sofort akzeptiert. Sie hat sich zu ihm gelegt, hat ihn geputzt, ja richtig adoptiert. Ich habe immer wieder mit ihm geredet, aber ihn sonst in Ruhe gelassen. Er hat  dann seine Verstecke in der Wohnung gehabt, zum Beispiel im Abstellraum , und ich hab ihn so manches Mal gesucht. 

Fünf Wochen etwa hat es gedauert, bis er von sich aus gekommen ist. Da hat er langsam Vertrauen gefasst und hat sich von Emily so einiges abgeguckt. Aber es ist trotzdem noch fast ein dreiviertel Jahr vergangen, ehe ich ihn zum ersten Mal anfassen konnte. Das war ein richtig schöner Moment.  Ich habe ihn nie gedrängt, sondern immer viel und ruhig mit ihm gesprochen. So hat er bestimmt gemerkt, dass ich es gut mit ihm meine und dass er sich sicher fühlen kann. Heute ist er ein richtiger Schmusekater, lässt sich gern streicheln und schmust und schläft mit im Bett.

(erzählt von Edeltraud M., die beide Katzen von unserem Verein hat)