Unser Alltag im Katzenhaus

Kater am Futterteller

Füttern

Jeden Tag müssen unsere Katzen versorgt werden - und zuerst wird natürlich gefüttert. Theo und Winfried, unsere Senioren, haben immer Hunger., die Teller sind schnell leer.

Katzenklos werden gereinigt

Putzen

Hygiene und Sauberkeit sind sehr wichtig, täglich wird geputzt: Katzenklos müssen geleert und gesäubert, Zimmer und Gehege gereinigt werden.

Kater Arnie beim Spielen

Spielen

Zeit zum Spielen und Streicheln muss sein: Gerade die Teenies lieben es, Spielmäuse an der Angel zu jagen. Da lassen sich auch die Schüchternen locken. 



Sonne lacht zum Herbstfest - Zahlreiche Gäste feierten mit uns 20. Geburtstag

Der Wettergott war uns gewogen, immer wieder blinzelte die Sonne am Himmel und freute sich mit über das geschäftige Treiben zum Herbstfest. Viele  Gäste feierten mit uns das 20-jährige Bestehen unseres Vereins. Eine kleine Ausstellung mit zahlreichen Fotos dokumentierte die Entwicklung in den letzten Jahren. Bei Kaffee, Kuchen und Rostern vom Grill gab es anregende Gespräche. Unsere Katzen allerdings zeigten wieder einmal, dass sie Meister im Verstecken sind - im großen Gehege am Holzhaus war zeitweilig nicht eine Fellnase zu ent-decken. Die großzügigen Futterspenden lassen sie sich aber gern munden.

Herzlichen Dank allen Spendern und Unterstützern für die Geschenke!

"Erkennt ihr uns?" hatten wir gefragt und um Fotos von Katzen gebeten, die von unserem Verein vermittelt worden waren. Das fand große Resonanz  - und natürlich haben wir die Samtpfoten wiedererkannt! Unser Gelände bot genug Platz, so dass - wenn nötig - Abstände eingehalten werden konnten. Am Eingangstor stand die obligatorische Desi-Flasche, zudem spielte sich alles im Freien ab. Mit Kuchen und  Rostern wurde für das leibliche Wohl gesorgt. 

Auch einige der " Aktivisten der ersten Stunde", die den Verein mitbegründet und das Katzenhaus mit aufgebaut hatten, waren gekommen - eine Fotoschau zeigte Häuser und Räume damals und heute.   



Die ersten drei Fotos bieten Einblick in das linke, die anderen in das rechte Zimmer: Ringo (2.v.l.) fühlt sich hier wohl, Nadja (ganz rechts) hat ihren Lieblingsplatz am Fenster im rechten Raum. 

Einblicke: Die Apartments im Holzhaus

Unsere Samtpfoten leben in zwei Häusern, dem Steinhaus und dem Holzhaus, das seinen Namen wegen der Verkleidung erhielt. Links und rechts befinden sich zwei große helle Räume, richtige Katzenapartments. Beide wurden 2020 vom Fußboden bis zur Decke saniert und neu gestaltet. Die natürlichen Materialien, vor allem Holz, verleihen den Räumen ihren besonderen Charme - aber wichtig ist natürlich, dass sich unsere Miezen wohl fühlen. Im hinteren Teil des Hauses schließt sich das geräumige Freigehege an. Durch Luken haben die Katzen jederzeit Zutritt und können dann auch entscheiden, in welchem Zimmer sie mal wieder eine Runde drehen oder am Fenster sitzen wollen. Die meisten  - wie Flori, Kasimir oder Tilly  - schauen mal links, mal rechts vorbei und legen eine Pause ein, andere  - wie Nadja, Amiga oder Ringo - haben ihre "Stammzimmer".

Ein dritter kleiner Raum in der Mitte ohne Zugang ins Freigehege beherbergt das Quarantänezimmer - der erste Aufenthaltsort für neue Bewohner.


Das Holzhaus wird in diesem Jahr ringsum fertig lasiert. In den beiden Zimmern für unsere Katzen ist  2020 alles erneuert und neu gestaltet worden. Rechts musste selbst der Untergrund heraus.


Rosi und Theo - eine friedliche Seniorenkatzen-WG

 

Als im vergangen Jahr Theos Bruder und bester Katzenkumpel Winfried verstarb, hat unser Senior lange getrauert. Einige Wochen danach zog Oma Schneider mit ins Zimmer, beide arrangierten sich - doch leider mussten wir auch von ihr bald wieder Abschied nehmen. Theo blieb ganz allein - bis Mitte April die schwarze Katzendame Rosi Einzug hielt. Anfangs waren wir skeptisch: Würde das gut gehen? Um so mehr freuen wir uns nun, dass Rosi, eine einstige Straßenkatze, langsam ihre Scheu verliert und sich die beiden gut zu verstehen scheinen.

Darin sind sie sich einig: Menschen, ihr seid zwar nette Dosenöffner, aber bleibt mal trotzdem auf Abstand.



Gelb und kuschlig ist nicht zu toppen

 

Gelb wie die Sonne ist die Kuscheldecke, die unser Weißnäschen über alles liebt. Da sie sich gern im Freigehege aufhält, hat ihr eine Mitarbeiterin während der Frosttage im Februar diesen kuschligen Platz in einem Korb eingerichtet. Doch auch als das Thermometer längst keine zweistelligen Minusgrade mehr zeigte, bevorzugt Weißnäschen diesen Platz. Ihre Mitbewohner Sascha und Erich würden gar nicht daran denken, ihr dies streitig zu machen. Und in diesem Korb, schön eingekuschelt in ihrer gelben Decke, hat sie sich auch von ihrer OP erholt. 

Am 20. April musste sie als Notfall (der Tumor im Bauchbereich war aufgebrochen) in unserer Tierarztpraxis Raque opriert werden und bescherte uns dann einige bange Stunden und Tage. Zum Glück hat Weißnäschen hat alles gut überstanden, inzwischen sind auch die Fäden gezogen und sie entspannt sich auf ihrem gemütlichen Stammplatz.

Inzwischen ist die ganz dicke Decke ins Regal gewandert, aber natürlich liegt im Korb immer  eine andere weiche Kuscheldecke für unser Weißnäschen.

Die 13jährige Katzenlady mag es kuschlig - die Fotos sind wirklich zu verschiedenen Zeiten entstanden!



Das war der Winter im Februar 2021

Das Tor am Weg zu unserem Katzenhaus war zu. Wegen der Schneeberge an der Straße war die Einfahrt nicht mehr sichtbar, und unsere Mitarbeiter stapften nun täglich zu Fuß mehrere Hundert Meter durch den Schnee. Andere Spuren sah man nicht. Alles still - bis auf ein Maunzen. Jacky, unsere Freigängerin, besuchte uns trotzdem, spurtete über das Dach und kontrollierte ihr Revier. Sie findet die weiße Pracht schön. Bis weit in die Gehege (Fotos unten)  hatte der Wind den Schnee getrieben, Fegen nützte nicht viel - wohin mit der ganzen weißen Masse?



Wir sind schön!

 

Gut sechs Wochen liegt die Premium-Fellpflege jetzt zurück, und Max und Kasimir könnten glatt bei einem Mister-Kater-Wettbewerb antreten, so schön leuchtet ihr roter Pelz nun wieder. Beide präsentieren sich auf dem Fensterplatz, als ob sie das ganz genau wüssten...



Schneiden und Scheren bitte! 

 

Wenn unsere Tierärztin zum Hausbesuch kommt, stehen nicht nur Untersuchungen und Impfen auf dem Plan. Diesmal hieß es für den roten Max und seinen rotweißen Kumpel Kasimir "Schneiden und Scheren bitte!" Beide Kater sind inzwischen in die Jahre gekommen und nicht mehr so gelenkig, um sich überall richtig putzen zu können. So hatten sich Knötchen und verfilzte Stellen im Fell gebildet - die mussten weg. Für das gründliche Bürsten wurden die zwei in kurze Narkose gelegt, freiwillig hätten sie diese Prozedur sonst nicht über sich ergehen lassen.

Unsere Tierärztin Frau Raque und ihre Helferin kämmten und bürsteten über eine Viertelstunde lang, geschoren werden musste zum Glück nur wenig. Am Ende lagen zwei prächtig anzuschauende  Kater mit seidenweichem Pelz vereint auf dem Tisch.

Strich um Strich wurden die Knötchen und verfilzten Stellen entfernt - und der Berg ausgekämmter Haare wuchs und wuchs.



Jacky: Begrüßung vor der Tür

 

Wenn morgens zwischen halb und um acht der erste Helfer die Tür im Katzenhaus aufschließt, ertönt ein Stück weiter im Freien ein lautes Mauzen. "Nun aber schnell", fordert die bunte Katze Jacky, "bring mir endlich mein Frühstück!" Und so bekommt unsere hübsche Freigängerin noch vor allen anderen ihr Futter. Meist ist der Teller schnell leer und dann gibt es sogar Nachschlag. Außer an Regentagen ist Jacky zuverlässig jeden Morgen da und sieht auch im Laufe des Tages immer wieder nach dem Rechten - allerdings stets im gebührenden Abstand.

Ganz nah herankommen will sie nicht, da steckt immer noch ein Stückchen Vorsicht den Menschen gegenüber im zarten Katzenköpfchen. Jacky, die als ausgesprochen scheue Fundkatze zu uns kam, hat etwa zwei Jahre mit Oma Hilde, Weißnäschen und den Katern Sascha und Erich zusammen im Steinhaus gewohnt. Im Herbst 2019 schlüpfte sie, als eine Tür nicht richtig zu war, ins Freie. Anfänglichen Fangversuchen widerstand sie, blieb aber in der Nähe. So entschieden wir uns, dies zu respektieren, und so wurde Jacky eine unserer Freigänger-Katzen. Gern besucht sie die Nachbarn auf der Pferdekoppel, wo es eine große Scheune mit tollen Verstecken und  ebenfalls regelmäßig Futter gibt. Ein ideales Katzenleben!



Glücklich im neuen Zuhause: Vermittlungen 2021

Auch 2021 eroberten wieder etliche Samtpfoten das Herz ihrer künftigen Halter - und fanden ein schönes Zuhause. Noch vor Weihnachten zogen Henry, der ausgesprochen liebe und verschmuste Kater, der bei uns ausgesetzt worden war,  Mikesch und Luzifer in ihr neues Heim. Wie die anderen vor ihnen zu Familien, die sich schon auf den tierischen Zuwachs gefreut haben.


von oben: Viola, Lea, Tommy II., Spoky, Lilly, Cleo, Luzifer

von oben: Toni, Esmi, Jette, Momo, Amy, Luna, Mikesch

von oben: Fritzi, Harry, Wendy, Balou und Molly, Moritz, Tommy und Tara

von oben: Ramses, Nelly, Miezi, Frederik, Sarah, Mica, Henry

von oben: Oreo und Bacardi, Ilona, Füchslein, Zora, Bonny, Dario,



 

1: Sultan und Momo, Muschi, Merlin, Purzel,  Miri und Spike/ 2: Selina, Lucy, Nelly, Kelly, Sammy, Eddy/ 3: Kulle, Rosa, Blacky, Knöpfchen/4: Fluffy, Goldi, Bärchen, Hexe, Schnattchen/5: Martin, Findus, Garfield, Luzie, Philipp/6: Peter, Lucky, Sally, Molly, Danny (Spalten von oben nach unten)

 

Ein neues Zuhause: Vermittlungen 2020

Kurz vor Weihnachten 2020 konnte Ziggy (Foto rechts), unser ängstlicher Kater, der sich Menschen gegenüber lange Zeit eher skeptisch zeigte, in ein liebevolles Zuhause ziehen und dort ist er wie verwandelt. Er spürt die Zuneigung und hat wieder Vertrauen gefasst.

Und das erleben und hören wir immer wieder: Katzen, die angeblich aggressiv sind, überall hinpullern, bei Annäherung fauchen und knurren, verwandeln sich plötzlich in sanfte Schmuser. Sie gehen aufs Klo, lassen sich streicheln, genießen das gemeinsame Kuscheln. Dann, wenn sie spüren, dass sie angenommen werden, mit Liebe und Herzenswärme. Das braucht zuweilen etwas Zeit und Geduld, aber das, was man zurückbekommt, ist schönster Lohn.