Unser Alltag im Katzenhaus

Kater am Futterteller

Füttern

Jeden Tag müssen unsere Katzen versorgt werden - und zuerst wird natürlich gefüttert. Theo und Winfried, unsere Senioren, haben immer Hunger., die Teller sind schnell leer.

Katzenklos werden gereinigt

Putzen

Hygiene und Sauberkeit sind sehr wichtig, täglich wird geputzt: Katzenklos müssen geleert und gesäubert, Zimmer und Gehege gereinigt werden.

Kater Arnie beim Spielen

Spielen

Zeit zum Spielen und Streicheln muss sein: Gerade die Teenies lieben es, Spielmäuse an der Angel zu jagen. Da lassen sich auch die Schüchternen locken. 



Jacky: Begrüßung vor der Tür

 

Wenn morgens zwischen halb und um acht der erste Helfer die Tür im Katzenhaus aufschließt, ertönt ein Stück weiter im Freien ein lautes Mauzen. "Nun aber schnell", fordert die bunte Katze Jacky, "bring mir endlich mein Frühstück!" Und so bekommt unsere hübsche Freigängerin noch vor allen anderen ihr Futter. Meist ist der Teller schnell leer und dann gibt es sogar Nachschlag. Außer an Regentagen ist Jacky zuverlässig jeden Morgen da und sieht auch im Laufe des Tages immer wieder nach dem Rechten - allerdings stets im gebührenden Abstand.

Ganz nah herankommen will sie nicht, da steckt immer noch ein Stückchen Vorsicht den Menschen gegenüber im zarten Katzenköpfchen. Jacky, die als ausgesprochen scheue Fundkatze zu uns kam, hat etwa zwei Jahre mit Oma Hilde, Weißnäschen und den Katern Sascha und Erich zusammen im Steinhaus gewohnt. Im Herbst 2019 schlüpfte sie, als eine Tür nicht richtig zu war, ins Freie. Anfänglichen Fangversuchen widerstand sie, blieb aber in der Nähe. So entschieden wir uns, dies zu respektieren, und so wurde Jacky eine unserer Freigänger-Katzen. Gern besucht sie die Nachbarn auf der Pferdekoppel, wo es eine große Scheune mit tollen Verstecken und  ebenfalls regelmäßig Futter gibt. Ein ideales Katzenleben!



Weißnäschen sitzt gern draußen und lässt sich den Wind um die Nase wehen - und behält alles im Blick.

Immer noch fit - unsere alten Damen

Während die meisten unserer Fellnasen eher scheu sind, genießen Weißnäschen und Oma Hilde menschliche Nähe. Die beiden wohnen zwar in einem Raum, bleiben aber lieber für sich. Oma Hilde, unsere "Alterspräsidentin", liegt meist in ihrem Körbchen und streckt auch zum Fressen oft nur den Kopf heraus. Sobald jemand ins Zimmer kommt, wird er mit heiserem Mauzen begrüßt - was bedeutet: Nun streichle mich endlich! Das liebt sie. Aber Vorsicht: Es wird feucht - sie sabbert ...

Weißnäschen ist etwas vergesslich geworden und bewegt sich auf überschaubarem Terrain - mal drinnen, mal draußen. Gern sitzt sie im Ufo und beobachtet, was nebenan passiert.  Weil ihr das Laufen und erst recht das Springen zuweilen schwer fallen, haben wir eine Treppe gebaut, die sie gern benutzt - allerdings nicht immer. Manchmal muss sie unbedingt zeigen, dass sie noch beweglich ist und klettert am Maschendrahtzaun nach oben. Weißnäschen ist ziemlich  schreckhaft, aber wenn man ruhig auf sie zugeht , genießt sie das Streicheln.

So alt ist keine andere Katze bei uns: Oma Hilde wird auf mehr als 20 Jahre geschätzt. Sie liegt am liebsten im Körbchen, frisst gern, schläft viel  und liebt Streicheleinheiten - aber genießt auch die Sonne an ihrem Fensterplatz.



Die heimlichen Helden aus dem Seniorenzimmer: Theo und Winfried


Eine blutige Rattenfänger-Story 

Eigentlich hätten wir Theo, unserem schwarz-weißen Senior, nur tief in die Augen schauen müssen - dann wäre uns der Triumph gleich aufgefallen. Auch Zimmergenosse Winfried blickte eher siegessicher als ängstlich. Wahrscheinlich wunderten sich die beiden über uns: Denn wir musterten etwas erschrocken

mehrere Blutflecken im Zimmer der beiden Kater. Hatte sich einer verletzt? War einer schwer krank?  Doch auf den ersten und auch auf den zweiten Blick wirkte keiner kränklich. Allerdings  schienen sie uns besonders aufmerksam zu beobachten.

Weshalb, wurde beim Putzen im Freigehege klar: Im Korb oben hatte einer beiden eine frisch erlegte Ratte deponiert! Nach dem Schreck kam die Erleichterung - jetzt hatten wir eine Erklärung für die Blutflecken.

Vermutlich war der dreiste Nager durch die Klappe aus dem Freigehege ins Zimmer eingedrungen und diese Frechheit  ließen sich die beiden natürlich nicht bieten. Warum sie dann den etwas ungewöhnlichen Ablageort wählten, bleibt ihr Geheimnis. 

Fazit: Auch bei Katzen gilt : Stille Wasser sind tief - und unterschätzt die Senioren nicht! 

Tatort war mit Sicherheit das Zimmer, im Freigehege wurde die Beute versteckt.

Oben im Korb lag die erlegte tote Ratte. Wir haben sie entsorgt.



Nun hat auch Johnny ( oben links) ein Zuhause; wie Leila und Lola,  Maya, Lissy, Eddie und sein Bruder Emir, Claire, Klausi, Mia,  Uschi,  Schnurri,  und ganz unten unsere Kitten Clarissa, Hermine, Hannibal und Penny, das Duo Happy und Honey sowie Charly und Knut.  Happy Cats!

Zutraulich und verschmust: Jacky hat nun wieder  ihre  Menschen ganz für sich allein.
Zutraulich und verschmust: Jacky hat nun wieder ihre Menschen ganz für sich allein.

Ein neues Zuhause - Vermittlungen 2019

 

Herzensbrecherin Jacky hat es geschafft  und ist am zweiten Adventssonntag in ihr neues Zuhause gezogen. Eine Woche vorher fand am Sonnabend unsere Weihnachtsfeier statt, und während des Rundgangs  passierte es: Jacky eroberte das Herz einer Besucherin, die auch Patin einer Miez ist. Sie gab sich noch einige Tage Bedenkzeit und dem Partner Gelegenheit, Jacky kennen zulernen - auch das passte.  So konnte die 13-jährige "Schmusebacke" das Weihnachtsfest in Familie verbringen.

Ein frohes Ende, so wie schon bei Leila und Lola, Johnny und Maya, die Mama unserer vier Kitten, die ein liebevolles Zuhause bei einer unserer Mitarbeiterinnen gefunden hat. Auch Emir und Uschi haben das Herz von tierlieben geduldigen Menschen erobert und sind zu ihnen gezogen, ebenso wie Klausi und Mia. Unsere 12jährige Claire lebt bei einer älteren Dame. 



Miezi testet Quarantänebox

 

Die Farbe an der Decke im Quarantänezimmer war gerade getrocknet, da meldete sich die erste Bewohnerin an:  Miezi, die kleine schwarze Katze, kam als Notfall zu uns, da ihr Besitzer plötzlich verstorben war. Schnell wurde die brandneue geräumige Box für sie hergerichtet, und nach der Untersuchung beim Tierarzt verbrachte Miezi eine Nacht dort. Das war im November 2019 und seither ist das Zimmer kaum leer geblieben. Eine  zweite Gitterbox bietet weiteren Platz, so dass bis zu drei Katzen neu aufgenommen werden können.

Miezi übrigens hatte Glück: Eine Dame, die sich bereits bei uns nach einer Katze erkundigt hatte, schloss die "Waise" sofort ins Herz, und so bekam die Kleine binnen kurzem wieder ein Zuhause und einen Menschen, der nur für sie da sie.

Ein ordentliches Quarantänezimmer  für kranke Tiere und Neuzugänge - dass wir das geschafft haben, verdanken wir auch der großzügigen Unterstützung unserer Sponsoren und Spender. Ganz herzlichen Dank! Es war ein Kraftakt, aber wir sind wirklich stolz. Damit erfüllen wir zudem eine schon lange bestehende Forderung des Veterinäramtes.

Hier ist alles neu: Fußboden und Wände wurden gefliest, die Decke saniert und frisch gestrichen, ein neues Fenster eingebaut. Die Quarantänebox verfügt über eine einschiebbare Trennwand. Zudem bietet eine Gitterbox zusätzlich Platz.
Hier ist alles neu: Fußboden und Wände wurden gefliest, die Decke saniert und frisch gestrichen, ein neues Fenster eingebaut. Die Quarantänebox verfügt über eine einschiebbare Trennwand. Zudem bietet eine Gitterbox zusätzlich Platz.



Es floss nicht nur das Wasser, sondern auch der Schweiß: Alle Zimmer, Gehege und Inventar wurden gründlichst gereinigt. Dabei leistete der Kärcher gute Dienste, ob im Gehege, beim Reinigen des provisorischen "Behandlungstisches" oder der Katzenklos. Danach wurde alles noch desinfiziert. 

Visite mal anders: Die Tierärztin kommt ins Katzenhaus

Das war eine Aufregung: Tierarztvisite direkt im Katzenhaus. Hans-Jürgen Raqué und sein Team aus Holzhausen haben seit August die Betreuung unserer Samtpfoten übernommen und bei einem ersten Termin vor Ort alle Bewohner des Holzhauses gründlich untersucht: gewogen, abgetastet, in Ohren und ins Mäulchen geschaut, gegen Parasiten behandelt. Ein Kraftakt für alle - schließlich mussten unsere Miezen ja erst eingefangen und in Boxen (mit Namensschildchen) separiert werden. Mehr als zwei Stunden untersuchten und behandelten die Tierärztin und ihre Helferin unsere Fellnasen.

Nun hat jeder seine " Akte", weitere Behandlungen sind in einigen Fällen nötig.

Am 12. Oktober ging es in die zweite Runde - auch die Miezen aus dem Steinhaus mussten sich dem tierärztlichen Check up unterziehen. Wieder wurden alle gründlich untersucht und behandelt.

Wir sind froh, dass wir nun Klarheit über den Gesundheitszustand unserer Schützlinge haben. Einige brauchen Medikamente, andere weitere Behandlung, zum Beispiel haben mehrere Probleme mit den Zähnen. Die meisten konnten geimpft werden, damit sind sie künftig besser gegen Katzenschnupfen geschützt.  

Und damit Parasiten keine Chance mehr haben, wurden sämtliche Freigehege und Zimmer einschließlich Kratzbäume, Spielzeug und Besen gründlich gereinigt und desinfiziert. Ein Kraftakt für unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter, die schon am Vortag und am Tag danach bis abends im Einsatz waren. Herzlichen Dank! 

 

Emmy aus dem Holzhaus konnte diesmal gelassen bleiben, ebenso wie die bunte Heidi, die durchs Fenster die Putzaktion beobachtete. Kratzbäume und diejenigen der Körbe, die noch gut erhalten waren, wurden mit dem Dampfreiniger gesäubert. Inzwischen sind die meisten der Weidenkörbe gegen die besser zu reinigenden "Ufos" ausgetauscht, die gut angenommen werden. 



Happy End für Conny und Franzi

 

Für Franzi, eine absolut verschmuste Katze und den etwas schüchternen Conny hat am 9. Oktober ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Unsere zwei geretteten Findlinge, die von herzlosen Menschen in einem Karton auf einer Baustelle entsorgt worden waren, sind in ihr neues Zuhause gezogen. Ihr Aufenthalt bei uns war nur von kurzer Dauer. Eine junge Familie, die auf der Suche nach einem vierbeinigen Hausgenossen war, schloss beide sofort ins  Herz - und so wurde es ein doppelter Familienzuwachs.

Wir wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft!

 

So hat ihr Schicksal ein glückliches Ende genommen. Am 29. September brachten uns zwei Männer die beiden, die sie am Tag zuvor auf der Baustelle im Südosten Leipzigs in einem Karton gefunden hatten:  zwei verstörte Miezen, die von hartherzigen Menschen ausgesetzt wurden. 

Sie wurden tierärztlich untersucht und behandelt, wir haben sie Conny und Franzi genannt.